„Die Schülerhilfe? Klar, gleich da drüben, neben der Sparkasse." Wer im Ruhrgebietsstädtchen Oer-Erkenschwick nach der Schule von Martina Sobiech fragt, bekommt schnell die richtige Antwort. Im Laufe von nur gut einem Jahr hat sie sich hier zu einer allseits bekannten Einrichtung entwickelt.
„Am Anfang hat allein der gute Name ,Schülerhilfe' schon für einigen Zulauf gesorgt", erklärt Martina Sobiech den Erfolg. „Inzwischen sind unsere Schüler die beste Werbung für uns. Und dann ist da natürlich noch der Standort – mitten im Zentrum, zwischen Bäcker, Metzger und zwei Banken. Da schauen interessierte Eltern oft zwischen zwei Einkäufen schnell mal herein, um sich über unser Angebot zu informieren." Meist endet das persönliche Infogespräch erfreulich – mit einer Anmeldung.
Dass sie einmal Chefin zweier florierender Unternehmen sein würde – seit September 2003 betreibt Martina Sobiech auch die Schülerhilfe in Haltern –, hätte sich die 41-Jährige nie träumen lassen. Jahrelang arbeitete die studierte Lehrerin in verschiedenen Sozialprojekten. Zuletzt war sie Leiterin des Gelsenkirchener Gesundheitshauses. Ein interessanter Job mit viel Verantwortung. Aber wirklich zufrieden fühlte Sobiech sich dabei nicht. Zumal ihr Gehalt in einem schlechten Verhältnis zur Leistung stand.
Gemeinsam mit ihrem Mann machte die Mutter zweier Teenager sich auf die Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive. Eins war schnell klar: Ein eigenes Unternehmen sollte es sein. Am besten eingebunden in ein seriöses und gut etabliertes Franchise-System. In einem Ratgeber zum Thema Franchising stieß das Ehepaar dann auf die Schülerhilfe.
Schon beim Lesen machte es klick. „Irgendwie passte alles: Mit Schülern umzugehen und zu unterrichten, konnte ich mir auf Grund meines Lehramtsstudiums natürlich sehr gut vorstellen", sagt Sobiech. „Das Franchise-Konzept hat uns überzeugt. Und die niedrigen Einstiegsgebühren und Investitionskosten waren auch ein wichtiges Argument für uns. Alles in allem hat uns die Unternehmensgründung nur 15.000 Euro gekostet." Im persönlichen Kontakt mit der Zentrale bestätigte sich der positive Eindruck.
2002 war es so weit: Martina Sobiech eröffnete ihre Schule in Oer-Erkenschwick. „Die Schülerhilfe hatte mir einige freie Standorte vorgeschlagen", erzählt sie. „Ich habe mir alle angesehen und mich für den aus meiner Sicht geeignetsten entschieden." Nachdem passende Räume gefunden und renoviert waren, ging Martina Sobiech an den Start – zunächst allein. Ihr Mann behielt seine Stelle, um das Risiko zu minimieren. Die „Sicherheitsleine" erwies sich bald als überflüssig: Schon nach einigen Monaten hatte Sobiech ihr Einkommen im Vergleich zum vorherigen Job verdreifacht. Ihr Mann kam fulltime mit an Bord und kümmert sich heute vor allem um die kaufmännische Seite des Unternehmens.
Der Arbeitsalltag von Martina Sobiech hat sich mit dem zweiten Standort noch einmal verändert. Leitete sie bisher neben dem Unterricht auch noch das Büro, hat sie nun eine Büroleiterin eingestellt. „Büro und Unterricht sind die wichtigsten Bereiche des Unternehmens", sagt sie. „Damit beide optimal laufen, sollte man sich für einen Schwerpunkt entscheiden und die anderen Aufgaben so weit wie möglich delegieren."
Wie sieht Martina Sobiechs persönliche Bilanz nach gut einem Jahr Selbstständigkeit aus? „Auf jeden Fall positiv – auch wenn ich manchmal die Leute beneide, die beim Abendessen nicht noch über den Job reden", meint sie. „Ich habe in den letzten beiden Jahren viel gelernt, neue Talente – zum Beispiel das Verkaufen – entwickelt, verdiene mehr als früher und kann mir Zeiten und Aufgaben selbst einteilen. Zurück ins Angestelltenverhältnis? Das kann ich mir momentan nicht vorstellen!"
Das Studium mit kleinen Jobs finanzieren? Oder lieber mit Einnahmen aus dem eigenen Unternehmen? Für Andrea Munro eine leichte Entscheidung: Neben ihrem BWL-Studium startete sie 1997 mit der Schülerhilfe in die Selbstständigkeit. „Ich wollte mich immer schon selbstständig machen", meint sie heute. „Warum also warten? Den richtigen Partner hatte ich mit der Schülerhilfe ja schon gefunden." Dass der Franchise-Anbieter gut zu ihr und ihrer persönlichen Karriereplanung passte, wusste die junge Betriebswirtin. Schließlich hatte sie das System im Vorfeld genau unter die Lupe genommen – theoretisch und praktisch. „Eine Zeit lang habe ich als Lehrerin für die Schülerhilfe gearbeitet", sagt sie. „Und außerdem natürlich alles verfügbare Informationsmaterial studiert und mit anderen Angeboten verglichen."
Die endgültige Entscheidung für eine Partnerschaft fiel gleich aus mehreren Gründen. Zunächst war da das überzeugende Franchise-Konzept, das das Risiko der Existenzgründung minimierte. Auch die vergleichsweise geringen Investitionskosten spielten eine wichtige Rolle. „Mein erster eigener Betrieb hat mich nur rund 10.000 Euro gekostet – inklusive Einstiegsgebühr, Miete, Makler- und Renovierungskosten, Möbeln, Büromaterial und Anfangswerbung", erinnert sich Munro. „Das war selbst bei meinem knappen Studentenbudget drin."
Nicht zuletzt konnte und kann die heute 31-Jährige sich mit den Inhalten der Schülerhilfe-Arbeit „voll identifizieren": „Schülern helfen, sie auf ihrem Lebensweg ein Stück weiterbringen – das ist eine sinnvolle Aufgabe, die mir großen Spaß macht." Inzwischen erfüllt Andrea Munro sie gleich an zwei Standorten. Zur ersten Schülerhilfe im bayerischen Alzenau kam 2002 noch eine zweite in Weiterstadt bei Darmstadt hinzu. Mit je rund 100 Schülern zählen die beiden Standorte im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet zu den großen Instituten des Franchise-Systems.
Für den Arbeitsalltag der Chefin bedeutet das unter anderem: viel unterwegs sein, um in beiden Schulen Präsenz zu zeigen, Personalpläne und Honorarabrechnungen für rund 35 freie und zwei feste Mitarbeiter erstellen, neue Lehrkräfte suchen und auf ihre Eignung überprüfen, Werbemaßnahmen planen und koordinieren, gelegentlich selbst unterrichten und – ganz wichtig – den Dialog mit Eltern, Schülern und Mitarbeitern pflegen. „Das ‚offene Ohr' für die Anliegen von Kunden und Mitarbeitern ist mit das Wichtigste in diesem Beruf", meint Andrea Munro. „Wer nicht gerne mit Menschen umgeht, ist hier falsch."
Lohnt sich der Arbeitsaufwand? „Ich kann von meinen beiden Schulen wirklich sehr gut leben", lacht Munro. „Außerdem bin ich mein eigener Herr, kann Zeiten und Aufgaben einteilen, wie ich möchte, und die vielen Ideen, die ich habe, einfach umsetzen." Bei der Schülerhilfe ist derartige Eigeninitiative gern gesehen: Ideen von Franchise-Partnern, die sich im Arbeitsalltag bewähren, werden von der Zentrale nicht selten als Standardlösungen übernommen. „Dass der Austausch mit der Zentrale so gut funktioniert, gefällt mir besonders an der Schülerhilfe", fasst Andrea Munro zusammen. „Als Franchise-Nehmer ist man wirklich ein gleichberechtigter Partner, der ernst genommen wird. Man kann im Rahmen des Systems sehr, sehr frei agieren und trotzdem jederzeit auf die volle Unterstützung der Zentrale zählen." In Zukunft möchte Munro die erfolgreiche Partnerschaft noch erweitern: Für die nächsten Jahre hat sie die Eröffnung oder Übernahme weiterer Schülerhilfen geplant. Ganz nebenbei bastelt sie an den Businessplänen für eine eigene Sprachenschule. Bleibt bei diesem Arbeitspensum noch Zeit für Hobbies? „Den ganzen Tag", lacht Munro. „Mein Beruf ist doch mein Hobby."
60.000 Kilometer im Jahr! Wer vom Tachostand in Dieter Rödels Auto auf seinen Beruf schließen will, kommt schnell auf falsche Gedanken. Kraftfahrer? Handelsvertreter? Außendienstler für eine Versicherung? „Nein", schmunzelt Rödel. „Ich bin Franchise-Partner der Schülerhilfe." Und weil er und seine Partnerin gleich zwölf Standorte zwischen München und dem Allgäu ihr Eigen nennen, ist Rödel ständig unterwegs.
Dabei hatte der promovierte Historiker für sein Berufsleben ursprünglich ganz andere Pläne: Eine akademische Karriere mit festen Bezügen und Pensionsgarantie sollte es sein. Doch als 1994 sein Zeitvertrag an der Uni auslief, war Umdenken angesagt. „Freunde erzählten mir damals von der Schülerhilfe", erinnert sich Rödel. „Das Konzept und die Konditionen klangen interessant. Also habe ich gleich zum Telefonbuch gegriffen, die nächstgelegene Schülerhilfe angerufen und einen Gesprächstermin mit dem Inhaber vereinbart."
Schon der erste persönliche Kontakt überzeugte: „Ich habe mir die Schule angesehen und mich gefragt: Kann und will ich das? Die Antwort war ein eindeutiges Ja", beschreibt Rödel. Die nötigen Voraussetzungen hatte er: Lust am Umgang mit Menschen, Unterrichtserfahrung aus seiner Dozentenzeit, Organisationstalent und Mut zum unternehmerischen Risiko. Ein Blick auf den Kontostand zeigte: Einstiegsgebühr und die Kosten für den ersten Standort ließen sich gut finanzieren.
Im Herbst 1994 eröffnete Rödel seine erste Schülerhilfe, die auf Anhieb bestens lief. Im Februar 1995 folgte die zweite und schon im Sommer 95 ging er mit Schule Nummer drei an den Start. „Vom heutigen Standpunkt aus würde ich sagen, die schnelle Expansion war ein Fehler", sagt Rödel. „Ich hatte einfach noch nicht genug Routine, um alle Abläufe genau zu überblicken und optimal zu koordinieren." Seine Unerfahrenheit brachte den Jungunternehmer kurzfristig in finanzielle Bedrängnis. Mit Engagement und der beratenden Unterstützung der Zentrale überwand er den Engpass und ging letztendlich gestärkt aus der Krise hervor. „Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Zeit: immer die Kosten im Auge behalten und möglichst viele Synergien schaffen", so Rödel.
Nicht zuletzt dank dieser Grundsätze managt der 47-Jährige heute so erfolgreich seine vielen Schülerhilfen. Synergien nutzen er und seine Partnerin vor allem im Verwaltungsbereich und bei der Werbung. Bestellungen und Abrechnungen erledigen sie für alle Standorte zentral. Anzeigen und Flyeraktionen werden so koordiniert, dass gleich mehrere Schulen davon profitieren. Dennoch: Der Arbeitsaufwand ist groß. Zumal, wenn man wie Rödel regelmäßig als Ansprechpartner für Mitarbeiter, Schüler und Eltern vor Ort ist. Und wenn am Monatsende die Abrechnungen anstehen, hat der Arbeitstag auch schon einmal 14 Stunden. „Dafür läuft es in der Monatsmitte ruhiger", schildert Rödel. „Außerdem: Je mehr ich arbeite, desto mehr verdiene ich – und das ist doch ein schönes Gefühl."
Wie viel am Monatsende für den Unternehmer übrig bleibt, ist unterschiedlich. Vor allem saisonale Schwankungen wirken sich auf die Umsätze aus. Bei allen Schülerhilfen boomt das Geschäft im Winter und Frühjahr, während im Sommer, zur Ferienzeit, die Schülerzahlen rückläufig sind. Diese Durststrecken muss man einkalkulieren und im Vorfeld Polster schaffen. Beklagen kann sich Rödel über sein Einkommen aber nicht: „Sagen wir mal so: Finanzielle Probleme gehören für mich zum Glück der Vergangenheit an", lacht er. Nicht nur des Geldes wegen hat Rödel seine Entscheidung für die Selbstständigkeit nie bereut: „In all den Jahren gab es noch keinen Tag, an dem ich nicht gerne zur Arbeit gegangen wäre", sagt er. „Alles selbst entscheiden können, für den eigenen Nutzen arbeiten und dabei noch eine Aufgabe erfüllen, die Sinn und Spaß macht – was will man mehr?"
Schülerhilfe Repräsentanz Österreich
Heinz Schäffer
Posern 24
4822 Bad Goisern
Tel: 06135/6577 (Fax -44)
Mobil: 0699/10711187
E-Mail: heinz.schaeffer@schuelerhilfe.de
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern auch per Anfrageformular zur Verfügung.
Zum Anfrageformular