Schulangst – kaum ein Thema ist so aktuell und gleichzeitig so schwer zu fassen. Besonders nach der langen Ferienzeit, bei einem Schulwechsel oder bei der Einschulung kann es durch die neue Situation bei manchen Schülern zu Stresssymptomen kommen. Der erste Schritt zur Auseinandersetzung mit dem Thema ist darüber zu sprechen.

 

Mit Sicherheit ist nicht jeder Tag in der Schule das reine Vergnügen und das Lernen nicht wirklich die liebste Freizeitbeschäftigung. Führt Schule allerdings zu Unwohlsein oder sogar zu Angstzuständen, ist dringend Hilfe geboten.

 

Die wohl wichtigsten Fragen: Wie groß ist das Ausmaß? Was sind die Gründe für die Angst? Geht es eher um zu großen Leistungsdruck, d.h. fühlt sich Ihr Kind einfach überfordert? Oder steckt womöglich mehr dahinter? Sind es Schwierigkeiten im sozialen Umfeld Ihres Kindes? Sind die Probleme womöglich so tiefgreifend, dass sie als „Mobbing“ klassifiziert werden können?

 

Zunächst einmal eine grundlegende Feststellung: Kinder zanken sich. Ohne Streit keine soziale Entwicklung, ohne gelegentliche Balgerei keine Kinderfreundschaften.

 

Geht man von dieser Tatsache aus, kann man die Gefühle des Kindes realistischer einschätzen und erkennt ziemlich schnell, dass der größte Erzrivale schon am nächsten Tag der beste Kumpel sein kann.

 

Doch tiefer gehende Probleme sehen anders aus. Wenn Ihr Kind plötzlich häufig über Bauchschmerzen klagt, sehr anhänglich ist oder Schlafprobleme hat, stimmt etwas nicht. Dies können die ersten Anzeichen für Schulangst sein.

 

Hier gilt: Nicht drängen, sondern viel Zeit mitbringen. Ihr Kind wird sich Ihnen anvertrauen, wenn es bereit dazu ist und verstanden hat, dass Sie immer Zeit haben und mit ihm gemeinsam eine Lösung finden möchten, damit es ihm bald besser geht.